Es ist nicht alles Gold, was glänzt?! Nun, bei Photovoltaikanlagen schon – zumindest im übertragenen Sinne. Denn Solaranlagen, deren Module vor Sauberkeit glänzen, produzieren mehr Strom aus sauberer Sonnenenergie. Und die Erzeugung von eigenem Photovoltaikstrom bedeutet bares Geld. Damit Sie mit Ihrer Photovoltaikanlage maximale Erträge sichern und die Lebensdauer Ihrer Anlage verlängern, empfehlen wir eine regelmäßige Reinigung und Wartung Ihrer Solaranlage. Dabei werden nicht nur die Solarmodule, sondern neben dem Montagesystem der Wechselrichter und die Verkabelung sowie ggf. der Zähler überprüft.

Solarmodule
Die Solarmodule auf dem Solardach sind tagein, tagaus dem jahres- und tageszeitbedingten Wechsel von Temperatur und Wetter ausgesetzt. Weil sich durch die Witterung Verschmutzungen absetzen können, die die Leistung der Photovoltaikmodule beeinträchtigen oder beschädigen können, wird eine halbjährliche Sichtprüfung empfohlen. Sie umfasst das Prüfen der Module auf ihre Dichtheit und Schadensfreiheit hin.

Montagesystem
Das Montagesystem ist für die Sicherheit der Photovoltaikanlage entscheidend. Deshalb sollte auch mindestens halbjährig mit der Kontrolle der Module eine Sichtkontrolle des Montagesystems erfolgen. Durch starke Windbelastung kann sich am Montagesystem eine Klemme oder Schraubverbindung lockern, die die Sicherheit der gesamten Anlage gefährdet.

Modulwechselrichter
Der Wechselrichter ist eine Komponente, die deutlich weniger robust ist als die Solarmodule. Die Lebensdauer der Wechselrichter, die durchschnittlich bei rund zehn Jahren liegt, spiegelt den höheren Bedarf an Wartung wider. Es sollte regelmäßig die Software des Wechselrichters auf den neuesten Stand gebracht werden. Ebenfalls zu empfehlen ist eine Überprüfung der Steckverbindungen zu den Solarkabeln, sowohl auf der Gleichstrom- wie auch der Wechselstromseite.

Verkabelung
Die Solarkabel sind den Witterungseinflüssen – zumindest teilweise – ausgesetzt. Selbst wenn die Kabel für den Außeneinsatz vorgesehen sind, sollten diese regelmäßig – empfehlenswert halbjährig – auf Unversehrtheit überprüft werden. Wichtig bei der Überprüfung ist die Festigkeit der Steckverbindungen zu den Modulen.

Reinigung kann notwendig sein
Photovoltaik-Anlagen sind 24 Stunden am Tag der Witterung ausgesetzt Dabei entstehen Verschmutzungen durch Staubentwicklung, Straßenverkehr, Vogelkot oder durch Kaminruß – und dafür reicht die natürliche Reinigung durch Regen nicht aus. Am Übergang zwischen Rahmen und Glas setzt sich gerne Schmutz fest, im Laufe der Zeit können sich sogar Flechten oder Moos ansiedeln. Eine Sichtkontrolle und ggf. professionelle Reinigung von Zeit zu Zeit hilft, größere Verschmutzungen zu vermeiden und die Erträge der Photovoltaikanlage langfristig zu sichern.

Es spricht nichts dagegen, die Reinigung der Solaranlage selbst durchzuführen. Wichtigstes Instrument für die Do-it-yourself-Reinigung ist eine weiche Reinigungsbürste mit Teleskopstange. Dazu ein sanfter biologischer Reiniger und fließendes Wasser (z. B. über einen Gartenschlauch).

Tipps zur Reinigung

  • Auf keinen Fall Hochdruckreiniger benutzen, sie könnten Rahmen, Befestigung oder das Glas der Solarmodule beschädigen.
  • Möglichst auf Reiniger verzichten, falls notwendig sanfte biologische Reinigungsmittel verwenden.
  • Kalkarmes Wasser verhindert Kalkstreifen und Schlieren.

Bei Fragen rund um die Wartung und Pflege Ihrer Photovoltaikanlage wenden Sie sich bitte an:
Florian Rohrweck, +43 7412 / 525 02 -10, florian.rohrweck@wuesterstrom.at